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Funky's Weg in den Fruchtladen

Category: Mac
01.01.2011
Author: Robert Fink
Aufrufe: 892

Ja wie?!?

So nun ist es passiert. Ich wollte ja schon seit einiger Zeit einen eigenen Notebook haben. Ich hab zwar einen von der Arbeit aber ich will nicht meine privaten Sachen auf einem Arbeitsrechner haben. Noch dazu ist das meistens ein Demo Gerät so das ich öfter neu installieren muss. Und da immer die ganzen Sachen wieder nach zu installieren ist auf die Dauer etwas nervig.

Also hab ich mich mal etwas umgesehen aber so richtig hat mir kein Notebook zugesagt. Und dann kam mir eine Idee. Warum nicht einen Mac? WAS?!? werden jetzt einige sagen. Du arbeitest doch bei Microsoft und willst jetzt zum Feind überlaufen? Na ja. Das stimmt schon aber nur zum Teil. Als erstes gilt die Apple Hardware als wirklich gut. Und wer mich kennt, der weiß auch, dass ich offen für alle Systeme bin und Mac OS X ist eines der wenigen Betriebssysteme, mit dem ich noch keinen Kontakt hatte.

Außerdem kann man Windows auf dem Mac virtualisieren oder wenn mir OS X gar nicht zusagt auch nur Windows installieren. Also fasste ich mir ein Herz und da hab ich mir einen Mac Book Pro 17", Core i5, 4 GB geshopt. Als einzige Upgrades hab ich eine schnellere HD und ein seidenmattes Display dazu konfiguriert. Glossy geht halt mal gar nicht.

So und nun eben mal ein kleiner Bericht über meine ersten Schritte in der Mac Welt.

Der erste Kontakt.

Da ich ja kein Modell von der Stange geordert hatte dauerte die Lieferung etwas länger. Aber ich hatte es ja nicht übertrieben eilig.

Die erste Überraschung war schon mal die Größe des Kartons, den der freundliche Lieferant bei meiner Nachbarin hinterlassen hatte. Ich hab ja schon mehrere tausend Geräte in meinem beruflichen Leben ausgepackt aber was Apple hier abliefert ist wirklich Klasse. Gut kann man bei dem Preis wahrscheinlich auch erwarten. Aber es ist wirklich ein Genuss einen Mac auszupacken.

Keine stillosen Pappschachteln sondern alles sauber und stylisch. Auch das Gerät selbst besticht eigentlich durch Schlichtheit. Alles am Apple wirkt extrem aufgeräumt und durchdacht. Es sind auch viele Kleinigkeiten. So wie am Netzteil. Da gibt es ausklappbare Teile auf die man das Kabel aufwickeln kann. Nichts wirklich besonderes aber eben durchdacht.

Hier ein paar Fotos.

Liftoff

Als Vorbereitung musste ich natürlich erst mal die MAC Adresse der WLAN Karte an meinem Accesspoint eintragen da ich hier zusätzlich zu WPA2 noch die MAC Filterung aktiviert habe. Also erst mal das Gerät absuchen. Leider ohne Erfolg. Gerade mal die Seriennummer ist auf dem Gerät aufgedruckt. Zum Glück ist auf dem Karton ein Aufkleber auf dem die MAC angegeben ist. Ich hätte das ganze auch später machen können aber ich wollte eben, dass der Mac von Anfang an ins Netzt kann.

Nachdem das auspacken vollbracht war nahte der erste Start des neuen Prachtstücks. Etwas ungewohnt war es schon. Das erste was ich normalerweise bei einem Notebook oder einem PC überhaupt mache, ist ein wenig im BIOS rum zu stöbern. Aber beim Mac gibt es das ja so in der Art  nicht. Apple hat EFI (Extensible Firmware Interface) was eigentlich schon lang ein Standard ist sich aber in der PC Welt nur sehr langsam durchsetzt.

Also eben nicht ins BIOS. Apple wird das Ding schon richtig konfiguriert haben. Das ist eben einer der Vorteile, wenn das ganze Produkt aus einer Hand stammt.

Also harrte ich gespannt was passiert. Nachdem einige Sekunden lang ein Apple Logo auf weißen Hintergrund zu sehen war startete das Installations Programm. Mit einem kleinen Video wird man erst mal auf viele verschiedenen Sprachen begrüßt.

Danach wird man Schritt für Schritt durch den Installations-Assistenten geführt. Alles sehr klar und verständlich. Dann noch den User anlegen und nach wenigen Augenblicken war es vollbracht.

Da kurz zuvor ein Update für das OS erschienen war wurde ich aufgefordert das Update zu installieren. Das dauerte dann ein paar Minuten und schon erstrahlte Snow Leopard im neuen Glanz.

Kontakt mit fremden Welten

So jetzt kommt der spannende Teil dachte ich mir. ich habe bei mir zuhause vor allem zu Testzwecken eine kleine Active Directory Domäne auf Windows Server Basis und mein Mac soll sich natürlich auch mit den bestehenden Ressourcen verbinden können. Also muss ich den Mac in die Domäne aufnehmen und am besten wäre es, wenn ich mich meinem Domänen Konto am Mac anmelden kann.

Sollte ja eigentlich kein Problem sein. Schließlich wird der Mac ja auch in Firmen eingesetzt bei denen es genauso ist. Im Vorfeld hatte ich dazu schon etwas im Internet gesucht und auch eine Dokumentation  von Apple dazu gefunden. Da wurde ein Kommandozeilen Tool beschrieben, mit dem man das ganze machen kann. Also startete ich ein Terminal und wollte schon loslegen. Da kam mir der Gedanke, dass Apple ja auf Benutzerfreundlichkeit achtet. Also dachte ich mir wird es da wohl auch ein GUI Tool geben. Also direkt mal in der Hilfe nachgesehen und da war auch genau die Vorgehensweise beschrieben.

Und dann war es eigentlich ganz einfach. Den Domain Controller und die Domain im Verzeichnisdienst eintragen und beitreten klicken. Admin Passwort angeben und nach ein paar Sekunden tauchte mein Mac im AD auf. Nun noch einen neuen User aus dem AD anlegen und ihm Adminrechte auf dem Mac geben. Einstellen dass dies der Default Account ist und das Passwort eingeben. Dann noch einen Neustart und schon war ich mit meinem Haupt Domain Account an meinem Mac angemeldet.

Also im großen und ganzen auch nicht schwieriger wie bei einem Windows System, wenn man weiß was man tut. Für einen unerfahrenen Benutzer wohl etwas schwierig aber welcher Benutzer hat schon eine Domain zuhause ;)

Hübsch machen und loslegen.

So jetzt kommt natürlich der Teil in dem man erst mal versucht sich auf dem neuen System heimisch zu fühlen. also mal ein bisschen mit den GUI Einstellungen rum spielen. Desktop Hintergründe, Bildschirmschoner und sonstiges Erscheinungsbild konfigurieren.

Etwas ungewohnt ist das Ganze schon noch. Abgesehen davon, dass einige Tastenkombinationen einfach anders als auf einem Windows System sind stresst mich eigentlich am meisten die Position der Menüleiste. Bei Windows ist die ja immer oben am Programm Fenster. Beim Mac ist die immer ganz oben am Bildschirm und zwar immer die des aktiven Programms. Oft kreise ich hilflos mit der Maus umher bis es mir wieder einfällt. Aber das ist wohl nur Gewöhnungssache.

Jetzt gings dann daran mal die Basisdienste wie Mail, Kalender, Adressbuch und so konfigurieren. Auch hier eigentlich alles klar und verständlich. Ich nutze einen eigenen IMAP Mail Server und alles andere liegt bei Google, damit ich es mit meinem Android Phone synchronisieren kann. Auch das war kein Problem. In der guten Mac Hilfe ist auch immer beschrieben wie man da vor geht.

Zusätzliches Zeug

Obwohl im Mac OS X schon viel enthalten ist gibt es immer noch so ein paar Sachen die ich für meinen normalen Workflow brauche. Wie zum Beispiel einen Multiprotokoll Chat Client. Da stellte sich dann schon mal das erste Problem als eingefleischter Windows User. Wo ich feie Tools für Windows finde weiß ich aber für den Mac. Na ja wozu gibts Google. Nach einiger Recherche fiel meine Wahl auf Adium als Chat Client. Also das Ding mal downgloaded. Und da wurde mir noch ein Unterschied klar. Die meisten Mac Programme kommen als DMG Image daher, dass dann gemountet wird. Da ist dann eine .app Datei drin die das Programm ist. Aber wie installiere ich das jetzt. Tja nach ein bisschen googlelei war es klar. Gar nicht. Einfach die .app Datei per Drag and Drop ins Programmverzeichnis kopieren und die anwendung starten. Abnicken das eine Datei die aus dem Internet kommt ausgeführt werden soll und gut ist.

Nachdem ich dann meine Tools zusammen hatte ging es zum vorerst letzten Schritt. Ich hatte mir um Mac dazu noch Parallel geordert. Das ist eine Virtualisierungs Lösung. Für was? Na da ich ja hauptsächlich im Visual Studio programmiere brauch ich noch ein Windows und genau das bietet mir Paralells. Also Paralells installiert, eine virtuelle Maschine eingerichtet, da Windows 7 drauf und Visual Studio installiert. Und schon kann ich auf dem Mac programmieren.

Fazit

So nachdem ich jetzt schon zwei, drei Wochen mit dem Mac rum spiele komme ich zu folgenden Fazit.

Noch fehlen mir einige Tastenkombinationen um so flüssig wie im Windows zu arbeiten aber das kommt noch. Es bedient sich alles sehr gut und ist sehr flüssig und auch optisch sehr ansprechend so dass es wirklich Spaß macht auf dem Mac zu arbeiten. allerdings sind mir jetzt noch nicht irgendwelche Sachen aufgefallen, die extrem viel einfacher auf dem Mac sind als auf Windows, so wie es immer behauptet wird. Vielleicht muss man da aber wirklich noch mehr machen. Man wird sehen.

Was wirklich toll ist, dass Touchpad vom Mac. Hier kann man sehr vieles mit Gesten steuern und man gewöhnt sich sehr schnell daran. Ist mir schon einige male passiert, dass ich in der Arbeit diese Gesten am Windows Notebook mache und mich wundere, warum nicht das passiert, was ich erwarte ;)

Auch toll ist die Geschwindigkeit mit der der Mac aus dem Standby kommt. Das ist im Vergleich zu einer Windows Kiste einfach phänomenal. Wen es interessiert, warum das so ist, den kann ich nur raten sich den Chaos Radio Express Podcast von Tim Pritlove anzuhören und zwar folgenden http://chaosradio.ccc.de/cre069.html Da wird unter anderem erklärt warum das so ist.

So das war mein erster Erfahrungsbericht zum Mac

Euer

Funky

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